Ist Alt-werden schlimm?
Ist man so alt, wie man sich fühlt? Und wie wichtig ist es, wie alt ich bin? Es gibt vielleicht eine wichtigere Frage.
Ist man so alt, wie man sich fühlt? Und wie wichtig ist es, wie alt ich bin? Es gibt vielleicht eine wichtigere Frage.
Ich glaube, ich werde alt. Eigentlich habe ich nur meinen Fünf-Jährigen die Treppe runtergetragen. Der hatte sich verletzt. Früher kein Problem. Jetzt schmerzt mir der Rücken und zeigt mir deutlich meine Grenzen auf. Nur, wann ist man eigentlich alt? Die einen sagen: „Man ist so alt, wie man sich fühlt.“ Aber das ist doch sehr variabel und ändert sich je nach Tagesform mehrfach. Dann gibt’s den Blick von außen. Für meine Jungs bin ich alt. Aus der Sicht von Freunden, deren Kinder jetzt groß sind und ausziehen, bin ich der junge Papa. Ist Alter also eine Frage der Perspektive? Oder ist es ein schleichender Prozess, bei dem immer mehr Eigenschaften dazu kommen, bis zu dem Moment, an dem es kippt und ab da bin ich alt? Ich habe die Frage inzwischen für mich abgehakt. Weil ich glaube, dass jedes Alter so seine ganz eigenen Vorzüge hat. Und die muss ich eben entdecken. Sicher gibt’s auch Negatives wie Verschleißerscheinungen, aber das Leben als von Gott geschenkte Zeit zu betrachten, ändert meinen Blick und lässt neben all den Herausforderungen die schönen Dinge deutlicher hervortreten. Das klappt nicht immer, besonders wenn der Rücken schmerzt, aber doch erstaunlich oft.
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Ich merke „alt werden“ daran, ob ich überhaupt noch Lust habe, mich auf andere Gedanken-Weisheiten einzulassen (einlassen im Sinne von Verständnis entwickeln, mich fair und ausreichend informieren, Hintergründe mit beleuchten usw.). Mich strengen andere Menschen sehr an, weil das Spektrum an Meinung und Glaube so riesengross ist.