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„Dein Paket ist auf dem Weg zu dir und kommt in 2-3 Werktagen an.“ Steht in meiner Mail. Doch dann die Überraschung: Noch am selben Tag bringt mir der Paketdienst mein Päckchen. Wow! Schon klar: Dahinter steckt natürlich die Strategie, mich als zufriedene Kundin zu binden. Trotzdem hat dieses kleine Erlebnis für mich eine größere Botschaft. Es tut einfach gut, wenn jemand mehr tut, als er müsste. Ein bisschen über die Pflicht hinausgeht. Genau davon spricht auch Jesus: „Wenn dich jemand zwingt, eine Meile mitzugehen, dann geh zwei mit ihm.“ Die berühmte Extrameile. Sie macht den Unterschied. Mich inspiriert das: nicht nur das Minimum erfüllen, sondern schenken, überraschen, anderen zeigen: Du bist mir wichtig! Das geht schon im Kleinen: einem Anruf oder einem Lächeln mehr, einem extra Stück Kuchen. Kleine Extrameilen, die den Tag eines anderen heller machen.

Foto: (c) Stiftung Creative Kirche 










Der Hinweis mit der Extrameile zusätzlich mit jemanden gehen, der Dich zwingt (die Dich zwingt) eine Meile mit ihm/mit ihr zu gehen, ist ein sog. „Positiv-Tip“. Es gibt noch eine andere Empfehlung: Tu dem, der Dir böses tut, einfach was Gutes. Dann wird das Gute, das Du ihm/ihr getan hast, wie glühende Kohlen in seinem/ihrem Kopf wirken. Er/Sie wird darüber nachdenken, wie böse er (oder sie) doch selbst ist.
Wer es wirklich mit den Bösen, oder mit dem Böse-Destruktiven, oder mit dem Böse-Schwachsinnigem, oder mit dem Bösen-psychopathisch Verletzendem zu tun hat oder gerade aktuell zu tun hat, der wird wissen, wie fürchterlich schwierig es ist, den kühlen Kopf zu bewahren und dann so einen Positiv-Tip zur Verfügung zu haben und tatsächlich jetzt zu nutzen. Eine neue Lösungsvariante (die eher aus dem psychotherapeutischen Bereich) ist: Versuche rauszugehen aus einer psychisch belastenden Situation. Also keine Extrameile sondern abhauen, sich zu entziehen. Geht schlecht, wenn man es mit dem Kindsvater tun muss z.B. oder mit der Kindsmutter oder mit dem Vorgesetzen oder dem Kollegen auf der Arbeit, weil dann noch etwas da ist, das höherwertig ist: Ehe, gesellschaftlicher Rang, Broterwerb. Ein Tip von mir: Versuche so objektiv wie möglich, die Situation anzuschauen. Beispiel: Okay der Nachbar hat Dir Müll vor die Haustüre gelegt: Es ist Müll weiter erst mal nichts. Oder: Okay der Nachbar braucht das, lass es ihm, dass er so was machen muss, wenn es weiter nichts ist – erträglich. Das Böse will sich vermehren. Das Gute will sich vermehren. So lauten diese beiden Grundprinzipien. Lieber Gruss an alle Leser, seid freundlich umarmt.