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Schon seit Anfang Oktober stellt mir meine Tochter immer wieder die gleiche Frage: Mama, wie lange noch bis Weihnachten? Und jedes Mal vertröste ich sie: Du musst noch warten. Es dauert noch. Kaum auszuhalten für meine Tochter. Keine Frage: Warten ist schwierig. Nicht nur für Kinder, wenn sie auf Weihnachten warten. Sondern auch für Erwachsene: Wenn wir auf die Liebe des Lebens warten. Oder darauf, ob sich eine schlimme Diagnose bestätigt oder hoffentlich nicht. Wenn wir warten müssen, ob und wann sich ein geliebter Mensch endlich wieder meldet. Mit dem Warten verbunden ist oft die bohrende Frage: Wie lange noch? Auch schon im Gebetsbuch der Bibel, den Psalmen, stellt ein verzweifelter Mensch diese Frage: Wie lange noch? Und er stellt diese Frage an Gott. Immer wieder. Irgendwann blickt der Beter auf diese Warte-Zeit zurück und stellt fest: Gott war da. Und hat ihn durchgetragen. Durchs ganze Elend. Durchs Warten hindurch. Ich glaube: Das ist auch heute noch so. Wenn ich frage: Wie lange noch?
Gott ist da. Für uns Menschen. Das feiern wir an Weihnachten.

Foto: radio m
Foto: (c) radio m 










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