Mein Glück!

Glücklich sein – möchte vermutlich jeder. Aber weiß ich, was Glück für mich bedeutet? Und woher mein Glück dann kommt?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich bin ehrlich, dass ich mit meinem christlichen Glauben nicht glücklich geworden bin. Ich weiss aber, dass mein Leben ohne den christlichen Glauben in eine komische Richtung gegangen wäre.
    Ein Teil meiner Werte kommt aus dem christlichen Glauben. Man darf seine Partnerin nicht belügen, noch betrügen. Man darf Menschen nicht unnötig oder ungeschickt verletzten. Man darf sich selbst nicht verletzen. Man darf sich nichts vormachen. Der Glaube und viele Bibeltexte geben mir eine Orientierung, was richtig ist. Die Vorstellung von Hl. Geist gibt mir eine besondere Art inneren Lebens.
    Doch ich leide sehr unter meinem Glauben. Dieses scheinbar notwendige Elite-Denken, gerettet werden zu müssen. Die Engstirnigkeiten der ganz frommen Menschen schocken mich. Ich trage eine Sehnsucht in mir, die sich oft eher wie Leiden anfühlt. Wie könnte es denn zum Glück werden? Von was müsste ich mich befreien, um Glück zu erleben? Ist es der Perfektionismus im Glauben? Nein, es darf ruhig perfekt gut sein! Ist es der Verzicht, dass andere Menschen ähnlich glauben sollten und ich verzichte darauf, sie zu beeinflussen? Nein, es gibt eine Wahrheit, das Streben danach, sollte nicht aufhören.
    Die Jünger und die Frauen nach der Auferstehung von Jesus, wann war Glück zu erleben über die Auferstehung Jesus und danach. Sie waren verängstigt, nicht verfolgt zu werden. Sie wussten irgendwie, dass allen der Märtyrer-Tod entgegengehen wird. Sie merkten, dass die Urgemeinde sowohl scheiterte, als auch zerschlagen wird.
    Die Vertröstung auf «nachher» predigen? Bedeutet das das Glück?
    Für mich würde es Glück bedeuten, wenn immer mehr Menschen den Mut haben, selektiv über die Bibel hinwegzudenken und ganz frech zu glauben, was wohl selektiv im Sinne von Gott/Jesus ist. Die Bibel macht viele Sollvorgaben, ganz wenig ist hilfreich, um Dich auszubilden. Verzichte einfach auf die blöden Stellen in der Bibel, das könnte zum Glück viel beitragen.

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Es gibt sie wirklich: Glücksforscher. Die dem Glück auf die Spur kommen wollen. Was ist Glück? Wie kommt es zu mir und in mein Leben hinein? Spannende Texte sind das, die das Internet auswirft, wenn man sich dort auf die Spur zum Glück begibt. Auch in der Bibel geht’s manchmal ums Glück. Ganz so, wie ich es aus meinem Sprachgebrauch oft kenne. Da wünscht einer dem anderen Glück, wenn er fortgeht, weil er weiß, dass vieles geschehen wird, das man nicht selbst in der Hand hat. Oder einer ist so verliebt, dass er die andere Peron als sein ganzes Glück bezeichnet. Einen Umstand, der so unerwartet und so groß ist, ganz ohne eigenes Zutun, dass der Liebende es gar nicht fassen kann. Glück beschreibt Jesus in den sogenannten Seligpreisungen ganz besonders. Glücklich ist da, wer sich trotz großem Leid getragen, gehalten und geliebt weiß. Wer verstanden hat, dass Glück nicht an Besitz hängt. Wer erkannt hat, dass Gewalt, Macht und Egoismus nicht zum Ziel führen, sondern einem selbst schaden. Glücksmomente sind wohl die, in denen ich das begreife und erkenne, wie glücklich ich eigentlich bin.