Ohne Scheibe
Online ist super. Reicht aber nicht. Manchmal muss man einfach vor Ort sein.
Online ist super. Reicht aber nicht. Manchmal muss man einfach vor Ort sein.
Ich war auf einer Tagung. Nicht online oder so. In echt. Ich fand es toll. Obwohl ich gerne in meinem eigenen Bett schlafe statt im Hotel, keinen Ärger mit ausgefallenen Zügen habe und während des Online-Meetings Wäsche waschen kann. Es war toll, weil es echte Gespräche in den Pausen gab. Ein Abendessen. Weil ich sehen konnte, wie sich Menschen verändert haben. Online geht das nicht so gut. Es reicht mir nicht. Miteinander leben und unterwegs sein, das braucht auch in den Arm nehmen, Austausch abseits vom Bildschirm, zusammen essen und feiern. Zu Jesu Zeit gab es natürlich kein Internet und Jesus musste hingehen, wenn er mit den Leuten reden oder ihnen begegnen wollte. Er hat dann kein Gesicht hinter einer Scheibe gesehen, sondern einen Menschen, an einem bestimmten Ort, alleine oder mit anderen zusammen. Es gab nicht nur das Gesicht, sondern eine ganze Geschichte dazu. Und Jesus wusste dann, was zu tun war: zum Beispiel die Finger auf die Augen legen, eine wichtige Frage stellen oder sich bei jemandem zum Essen einladen. Öfter mal vor Ort sein. Das darf ich nicht vergessen. Damit ich anderen Gutes tun kann oder Gutes von anderen bekomme.
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