Tod? Bleib mir weg!

November. Zeit, mal wieder das Grab der Oma zu besuchen…aber warum eigentlich?

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November ist der Monat der stillen Feiertage: Allerheiligen, Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag. Tage, an denen an die Toten gedacht werden soll. Die Bedeutung dieser Feiertage ist oft nicht mehr bekannt. Vielleicht weil wir Tod und Trauer lieber von uns wegschieben als uns ihnen auszusetzen? Oder weil wir es immer weniger gewohnt sind, mit dem Tod umzugehen? Immer weniger Trauer- Rituale kennen, die helfen würden, die Sprach- und Hilflosigkeit zu überwinden? Als im letzten Jahr ein Freund von mir viel zu früh gestorben ist, haben seine engsten Freunde regelmäßig Treffen per Videocall veranstaltet. Während der Treffen haben alle ihre Erinnerungen mit dem Verstorbenen geteilt, gelacht, geweint, gebetet und sich gegenseitig getröstet. Im Laufe der Monate sind die Abstände zwischen den Treffen größer geworden. Am ersten Todestag des Freundes hat dann das letzte Treffen stattgefunden. Dieses Ritual hat allen geholfen, mit dem Tod umzugehen. Besser weiterleben zu können. Vielleicht an den stillen Tagen mal reden. Darüber, was mir gut tun oder was ich mir wünschen würde, wenn ich Abschied nehmen muss.