Tulpen gucken

Der Winter zieht runter und was zieht mich hoch?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ja, die wunderbaren Tulpen als Beispiel, wie schön vieles Schöne sein kann. Es gibt wunderbare Sachen: Das Vogelgezwitscher, ein farbenfroher Sonnenaufgang oder ein farbenfroher Sonnenuntergang. Die Trolligkeit von Tierbabys usw. All diese Dinge können unser Leben aufbessern.
    Ich sprach mal mit einer aussergewöhnlich schönen Frau an einem Gemüsestand (mit lieber Ausstrahlung, ihr „Mann“ der Gemüsehändler sah sie an wie ein herrliches Wunderwesen), Marktstand-Situation. Wir kamen ins Gespräch wegen meiner Trennung, die wahrscheinlich in eine Scheidung münden würde und der Verarbeitung dessen. Sie sagte damals, dass in Bezug auf Menschen, sie nur noch kleinen Kindern und Tieren (gemeint waren Haustiere) über den Weg traut bzw. vertraut. Alles andere wäre weitgehend „verhundst“ bzw. „nicht mehr vertrauenswürdig“. Da hält sie sich jetzt auf Abstand. Somit fand ich es als Ehre, dass Sie mit mir redete. Sie verkaufte mir damals ein Kissen mit entstaubtem Dinkel-Spreu drin, das nach 28 Jahren immer noch den Kopf stützt.
    Es gibt etwas Gefährliches und Abstossendes an Menschen: Sie können verletzen und sie verletzen sogar, wenn sie nicht genügend geliebt werden. Die Menschen fühlen sich stärker, wenn sie sich selbst an verletzenden und an „Natur zerstörenden Aktionen“ beteiligen.
    Was verspricht Dir Jesus? Leiden und gleichzeitig volles Genüge in Deinem Leben.
    Was verspricht Dir „das Welt-Übliche“: Verletzte, zerstöre, hole Dir die Macht, beteilige Dich an „der Macht der Zerstörung“ und Du wirst in Dir das Gefühl von Stärke haben.
    Ja so scheint es zu sein. Humanismus wirkt auch rein, was sehr löblich ist.
    Ist genug Positives angelegt auf dem Planeten (z.B. durch Tulpen-Pracht), um mit Negativem verletzen zu dürfen? Halten Kinder z.B. genug Mist aus, um nicht schon im Kindesalter an ihrem Leben zu verzweifeln? Lasst uns lernen das Schöne stärker wahrzunehmen, z.B. schöne Tulpen, und Glanz den, Menschen dann doch hervorbringen.

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Kurze Tage, grauer Himmel. Ich fröstle. An Wintertagen friert oft auch meine Seele. Mir fehlt die Leichtigkeit des Frühlings, Licht, zu sehen wie das Leben weitergeht. An solchen Tagen brauche ich ganz banal: Tulpen. Am besten gleich einen bunten Strauß. Ab und zu gönne ich mir den. Ich freue mich bei jedem Blick auf das blühende Leben, ja, auch über das aus dem Gewächshaus. Aber Leben! Sehen und spüren, dass es nie aufhört, pulsiert. Egal wie grau es draußen ist. In jeder Sekunde ist da Leben, in mir und um mich herum. Dafür danke ich dem, der es gemacht hat und der nicht spart mit Farben, Formen und Vielfalt! So viel Schönheit in jeder Schneeflocke, im Sonnenaufgang. Balsam für die wintergraue Seele. Heute schaue ich bei jeder Gelegenheit hin und nehme das Leben, die Schönheit, wie ein Geschenk an. Macht richtig Laune. Übrigens: Auch die Tulpen in meiner Vase wachsen einfach weiter, der Sonne entgegen. Ob ich das auch kann? Mal beobachten.