Werde ich überflüssig?

Viele Berufe fallen weg, werden neu strukturiert oder von künstlicher Intelligenz komplett übernommen. Was macht das mit meinem Selbstverständnis?

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Kreativität braucht Raum und Zeit! Druck kann helfen, kann aber auch der totale Killer sein. Außerdem braucht es Mut. Dinge ausprobieren, scheitern, neuanfangen, Denkverbote aufbrechen, all das fördert kreatives Handeln, aber ist teuer. Besonders in meinem Berufsbild gehen diese Räume gerade verloren. Kostendruck und künstliche Intelligenz fordern immer mehr in immer weniger Zeit. Besonders der elektronische Helfer ist dabei ein zweischneidiges Schwert. Ja, KI macht den Job leichter, aber braucht es meine Schaffenskunst dann überhaupt noch? Das Ringen um Formulierungen, das Eintauchen in komplizierte Sachverhalte, alles überflüssig, weil KI das schneller kann? Interessant finde ich, was ein Dichter in der Bibel feststellt (Psalm8). Gott habe die unglaublichsten und herrlichsten Dinge geschaffen. Den Mond, die Sterne, den gesamten komplexen Kosmos. Uns hat er aus einfachstem Staub gemacht. Und doch ist es der Mensch, der von Gott beauftragt wurde, sich um all das zu kümmern, was so wundervoll geschaffen wurde. Dem Dichter geht auf: Keiner von uns ist Zufall, sondern von Gott wohl durchdachte Absicht und daran ändert auch KI nichts.