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„Beten – das ist ein Placebo für schwache Menschen“, hat jemand zu mir gesagt. Kann man so sehen. Oder so: Ich setze meine Hoffnung und Erwartung auf jemanden, dem ich vertraue. Ich bin bereit für eine echte Veränderung. Beten ist keine Wunderpille, aber ein Placebo? Die werden auf jeden Fall völlig unterschätzt, habe ich kürzlich von einer Forscherin gelernt. Auch ohne Wirkstoff können sie unglaubliche Wirkungen bei Menschen haben, z.B. bei Schmerzen und Depressionen. Ganz ohne Nebenwirkungen. Weil sie in unserer körpereigenen Apotheke etwas aktivieren, was verändern kann. Allein durch unsere positive Erwartung und Hoffnung. Ist Beten ein Placebo? Es verändert selten alles. Aber oft ganz viel. Weil ich mich traue Gott gegenüber zu vertrauen, zu bitten, zu klagen, zu danken. Und zu hoffen. All das darf raus und das macht was mit mir und meinen Mitmenschen. Manchmal auch Dinge, die ich so nie erwartet hätte. Und meistens hab ich irgendwann Grund zu beten: Danke Gott. Ich hab gespürt, dass du da bist. Kein Placebo.

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