Zuerst: Vertrauen!

Vertrauen muss man sich erarbeiten – das ist unser Job-Mantra. Ganz schön belastend. Es geht auch ganz anders.

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Vertrauen gegen Verantwortung. Das meint: Ich muss mir erst das Vertrauen verdienen, damit mir jemand zutraut, dass ich auch Verantwortung übernehmen kann. Vertrauenswürdig ist, wer einen guten Eindruck macht. Wer zuverlässig und kompetent wirkt.  Wer sich schon in so manchem als vertrauenswürdig erwiesen hat, weil er zum Beispiel zum richtigen Zeitpunkt geschwiegen oder geredet habe, je nach dem. Wem man vertrauen kann, dem übertagen wir Verantwortung. Vertrauen gegen Verantwortung, weil ich mich bewährt habe. Bei Gott läuft vieles genau anders herum. So auch hier. Hier heißt es: Verantwortung gegen Vertrauen. Gott gibt mir gleich Verantwortung, weil er mir von vorneherein vertraut. Ich muss mich nicht erst beweisen und zeigen, wie toll ich bin. Gott schenkt mir ein prall gefülltes Leben und weiß, dass ich die Verantwortung für mich selbst übernehmen kann. Mein Job ist es, dass ich lerne, mir selbst zu vertrauen. Dass ich mir zutraue zu leben. Neugierig bin. Offen. Mutig. Dass ich mich ausprobiere. Ich darf mir vertrauen, weil Gott mir vertraut. Er hätte mir sonst niemals diese Verantwortung für mein Leben übertragen.