Nur ein kleiner Piks

Die Mücken gehören zum Sommer. Und die Schwäche zur Stärke?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Es gibt doch den Ausspruch: Aus einer Mücke einen Elefanten machen. Das geht natürlich auch im Kopf. Gerade wenn wir im Katastrophen-Denken sind oder eben unentspannt oder unausgeruht sind, können kleine Nadelstiche zu Luftsprüngen im Gehirn führen.
    Bei Mückenstichen hilft kaltes Wasser: Duschen oder mit einem nass getränkten Waschlappen abwischen.
    Im Beitrag kommt der Satz vor: „Wenn Paulus verfolgt wird (oder sich so fühlt).“ — Ja wann werde ich tatsächlich verfolgt und wann denke ich, dass ich verfolgt werde?
    Wann werde ich gemobbt und wann denke ich (oder fühle ich), dass ich gemobbt werde? Verfolgung ist Mobbing und das sogar noch ein wenig mehr. Verfolgung kommt Stalking gleich! Jemand beabsichtigt mich, psychisch zu treffen und meinen freien Bewegungsraum einzuschränken.
    Es ist eine schwierige Aufgabe für Christen, zu lernen sich innerlich so stark zu machen, dass die eigene Verfolgung (die man auch mit Gedanken an sich selbst betreibt) und die externe Verfolgung (z.B. aus der nahen Familie, die das Glaubensleben nicht akzeptieren will) zu beherrschen. Wobei das „beherrschen“ auch wieder so eine komplizierter Sachverhalt ist.
    Und es gibt noch etwas: Mainstream-Glaube schützt vor Verfolgung. Das wenden auch Viele an, kommt bei mir (und ich meine auch bei Jesus) nicht so gut an.
    Und es gibt noch etwas: Querdenker-Glaube. Hier kann es sein, dass man abweichend glaubt, aber eben damit falsch liegt. Paulus war sehr engagiert, gegen diese Quer-Strömungen zu argumentieren (manchmal auch behutsam und nachsichtig und sogar diplomatisch). Querdenken ist anders und anders glauben muss nicht gleichzeitig sofort heissen: „richtig so“ oder „recht so“. Paulus achtete z.B. darauf, dass er sein Geld noch mit einem normalen Beruf (Zeltmacher) verdient und sich eben nicht zu so einem Super-Prediger entwickelt, der die Massen bewegt und damit Geld von den „Begeisterten“ abschöpft.
    Es kann auch sein, dass Paulus die Gabe zum Super-Prediger gar nicht hatte und das der Grund war. Paulus hatte nach meiner Meinung eher die Gabe, die Geister zu unterscheiden und vor allen Dingen entschlossen engagiert am Ball zu bleiben für einen „richtigen Christen-Glauben“.

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Ihr blöden Biester juckt mich gar nicht! Ich würde es den Mücken so gern entgegenschreien. Und dann kratze ich doch wieder nur an jedem blöden Stich herum. Kann nichts anderes denken, wenn es juckt und nervt. Nicht immer ist es eine Mücke. Manchmal piekst mich auch ein blöder Gedanke und wird groß wie ein Elefant. Ein schiefer Blick, die gefühlte Ohnmacht, beim Gedanken an die Zukunft. Dabei ist das Glas doch mindestens halbvoll. Wie komme ich aus diesem Gefühl der Schwäche raus? Wenn ich in der Bibel lese, staune ich oft. Den Menschen, von denen sie erzählt, ging es genauso. Paulus, zum Beispiel, der große Glaubensheld. Hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, um anderen von Jesus zu erzählen. Und sagt: „Ich verliere nicht die Hoffnung, auch wenn ich schwach bin, verfolgt werde und Angst habe: Denn wenn ich schwach bin, bin ich stark.“ Was er meint, ist, glaube ich: Schwäche ist immer auch eine Chance. Gottes Hilfe so intensiv wie sonst nie zu erleben. Von ihm zu lernen. Sich weiter entwickeln. Bis die neue Stärke da ist.