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Meine Mikrowelle nervt. Kaum ist sie fertig, piepst sie. Praktisch, aber komm ich nicht gleich und hol das Essen raus, piepst sie wieder. Das nervt. Ich werde hektisch und krampfig, will alles gleichzeitig schaffen. Klappt natürlich nicht. Ein Pieps,der mich an meine Prioritäten erinnert? Vielleicht gar nicht so schlecht. Vielleicht auch, mich an Gott zu erinnern? Die im Kloster habens gut, hab ich früher gedacht. Klarer Alltag, klare Routinen. Und Zeit zum Beten und für sich. Dann hab ich von Bruder Lorenz gelesen. Einem Mönch aus dem Mittelalter. Er war Klosterkoch und sein Alltag war offensichtlich gar nicht ruhig und beschaulich. Auch er hat sich gefragt, wie er es besser schaffen kann, Gott in seinem Alltag zu erleben. Seine Idee war: Wenn ich koche, denke ich einfach daran: Gott ist jetzt bei mir. Er ist dabei, wenn ich Kartoffeln schäle. Und Gott wirkt, auch jetzt, hier, durch mich. Es kommt nicht nur auf MEIN Tun an. Ich versuche das jetzt auch manchmal. Es macht jetzt – Piep – wenn ich den Kochlöffel in die Hand nehme und da verschieben sich meine Prios und ich werde lockerer. Innerlich wie äußerlich.












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