Widerstand
Was der Gewalt entgegensetzen? Hier jetzt! Ich an meinem Schreibtisch oder dem Sofa. Vielleicht gibt es da etwas.
Was der Gewalt entgegensetzen? Hier jetzt! Ich an meinem Schreibtisch oder dem Sofa. Vielleicht gibt es da etwas.
Es schockt mich, was wir seit über einer Woche erleben – diese schreckliche Gewalt nach dem Großangriff der Hamas auf Israel. Reißt das niemals ab, auf dieser Welt? Am liebsten würde ich den Kopf in den Sand stecken. Aber das macht das Leid nur größer, wenn auch noch weggeschaut wird. Es geht auch gar nicht. Es ist wichtig an die Menschen zu denken, die jetzt leiden – überall auf der Welt und wer kann, der darf und soll beten – für Trost und Kraft, für ein Wunder. Es ist wichtig zu helfen, so weit? helfen möglich ist. Und mir ist zudem wichtiger geworden, als sonst: Mich an den guten, den schönen Dingen und Momenten zu freuen. Was war gut in den vergangenen Tagen? Dass der Geldbeutel doch nicht verloren wurde, sondern neben der Mülltonne im Hof lag? Dass der Sonnenaufgang vorgestern unbeschreiblich war! Dass die Blutwerte okay sind? Meine Freundin angerufen hat? Oder der Wollpullover in der zu heiß gewaschenen Wäsche nicht eingelaufen ist? Banalitäten im Vergleich zur massiven Gewalt, aber gerade deshalb will ich sie hochhalten. Will mich freuen über jede noch so kleine Kleinigkeit – das ist auch Widerstand, meine ich.
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Ja beten wäre gut, wenn nicht die andere Seite auch beten würde. Wenn beide Seiten für Frieden beten, dann wäre es wieder einfacher. Bei Naturkatastrophen, die auch schlimm sind, kann man irgendwie leichter beten. Da ist der Feind nicht religiös oder hat keinen religiösen Anspruch.
Doch hier: Klar will keine Seite Gewalt, aber jede Seite hat einen Machtanspruch, der Gewalt provoziert. Die israelische Regierung ist so weit rechts, dass auch das eine Provokation ist. Es ist dort nicht von Frieden und Deeskalation oder von Völker-Verständigung die Rede.
Dieser Gegend kann man nicht trauen, von der Israel umgeben ist. Diese Gegend ist feindselig und hat eine Glaubensauffassung, die anmassend und fast prinzipiell feindselig ist. Es ist einfach keine Religion des Friedens und des Ausgleichs mit der man es da zu tun hat.
Mag sein, dass wir Manches nicht verstehen, aber deren Basis-Schrift gibt fairen Frieden nicht her. In unserer Basis-Schrift ist auch harter Stoff drin, aber anders hart und weniger feindselig, weil z.B. «Frieden stiften» ein Ziel ist.
Die Backe hinhalten in grossem Stil, ist extrem schwierig.
Und wie man es privat verarbeitet, ist auch ein Thema für sich.
Jeder, der ein wenig religiös denken will, ist schon schockiert.
Das Wort «Widerstand»: Wir wissen nicht, wie man hier Widerstand leistet. Israel weiss es hier besser, weil sie das schon länger durchdenken und ertragen muss. Frankreich weiss es vielleicht auch. Religion und Glaube wird eindeutig als Waffe eingesetzt gegen die freie westlich orientierte Welt (die eben auch nur durch extreme Kriege, das freiere Denken gelernt hat). Kann der liebe Gott nicht für liebe Menschen sorgen. Müssen wir alles machen, wo wir es doch teilweise gar nicht können.
Liebe Anja,
top!
DANKE!
Dir eine gute Woche,
herzlicher Hörergruss,
Stephan
Liebe Anja,
top!
DANKE!
Dir eine gute Woche,
herzlicher Hörergruss,
Stephan