Wer spricht denn da?
Die Stimme meiner Lieben erkenne ich unter hunderten. Erkenne ich auch Gott, wenn er mit mir spricht?
Die Stimme meiner Lieben erkenne ich unter hunderten. Erkenne ich auch Gott, wenn er mit mir spricht?
„Halloooo?“ Unsere Telefonanlage im Büro ist wirklich eine Katastrophe. In den ersten Sekunden verstehe ich nicht, wer in der Leitung ist. Ich rätsle und frage schließlich: „Entschuldigen Sie, aber wer ist dran?“ Überrascht wäre ich, wenn sich Gott melden würde. Damit rechne ich eigentlich nicht. Wenn ich in der Bibel lese, dass Gott Menschen ganz konkret angesprochen hat, dann überlege ich mir, ob er das wohl heute noch tut. Könnte ja sein? Damals sagte er so Sachen, wie: Pack deine Sachen und zieh in ein anderes Land. Oder: Keine Sorge, ich verlass dich nicht. Ob er manchmal bei mir anruft und ich merke es gar nicht? Vielleicht spricht er ja durch andere Menschen zu mir, durch Begegnungen, durch Chancen und verschlossene Türen, durch die ich gerne durchgegangen wäre. Sollte ich häufiger fragen: Hallo Gott! Bist du am anderen Ende der Leitung? Warum nicht? Mit der Zeit erkenne ich seine Stimme vielleicht besser unter den vielen. Eines ist dabei sicher: Weil Gott sich in Jesus gezeigt hat, wird seine Stimme keine sein, die mich verletzt, mir Furcht einflößen will oder mich an den Pranger stellt. Es wird eine Stimme sein, die mein Bestes will.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Im Beitrag kommen die Formulierungen „vielleicht“ „wäre“ „würde“ „könnte ja sein“ vor und zum Schluss dann doch „es wird so sein“.
Eigentlich geht es darum, was man glauben kann, was in Bezug auf Gott realistisch ist und eher unrealistisch ist, was ich von Gott eher erwarten kann und was eher nicht.
Ich hadere in beide Richtungen: Sagt jemand bestimmt, dass Gott ihm/ihr das und das konkret «gesagt» hat, hadere ich und wenn jemand so sagt: «Könnte ja Gott so oder so sein, lass uns ein wenig nachdenken?».
Warum hadere ich? Weil in dem einen Fall gehen mir entsprechende Menschen auf den Geist und im anderen Fall sind sie mir zu unverbindlich, worauf man sich denn einlässt wenn man sozusagen gläubig wird.
Ich merkte, dass ich sehr stark bin im sog. Erkenntnisglauben. Das bedeutet, dass man verstanden hat, was die Bibel bzw. das Evangelium so von gläubig gewordenen Menschen erwartet und Glaube ist dann der Glaube, dass das wahr ist und dass es einen göttlichen Zusammenhang oder ein göttliches Gesetz gibt, z.B. von der Gnade Gott gegenüber den Menschen.
Die andere Seite, die ich bei anderen Menschen oft beobachtet habe, ist der Glaube, dass Gott ganz persönlich sie führt und leitet, dadurch, dass sie halt mal einen Bund mit Gott getätigt haben (oder Gott mit ihnen) und dann erwarten dürfen, dass Gott ihnen in allen möglichen Lebenslagen hilft, selbst im Moment eines Autounfalls oder eines Felssturzes oder eines Erdbebens.
Eine Religionslehrerin erzählte mir mal, dass sie im Krieg intuitiv die Schutzräume wechselten und siehe da, eine Bombe fiel so herab, dass sie im anderen Schutzraum tot gegangen worden wären. Gut wer leiblich tot gegangen ist, kann auch nicht mehr von solchen Erlebnissen erzählen. Solchen Leuten sollte man ihren Glauben lassen, von Gott besonders behütet zu sein. Ich glaube eher dass es da um Engel geht, die für gewisse Leute zuständig sind und dass für Engel gilt: Lass Dich niemals direkt anbeten, sondern die Ehre gebührt Gott, nicht dem Engel, der seinen Behüter-Job gut und fürsorglich gemacht hat. Die Böse-Engel Seite ist wiederum menschlich auszuhalten, wenn die wahr wäre, also böse Engel ganz bewusst Christen schädigen wollten. Ist halt zweischneidig, sich auf die Geister-Welt zu sehr gedanklich oder gefühlsmässig einzulassen.