Wenn, dann
Falsche Entscheidungen getroffen. Den Weg nicht mehr zurückfinden. Es geht sich leichter zurück, wenn Vorwürfe nicht den Rückweg verstellen.
Falsche Entscheidungen getroffen. Den Weg nicht mehr zurückfinden. Es geht sich leichter zurück, wenn Vorwürfe nicht den Rückweg verstellen.
„Du wirst schon sehen, wo das hinführt!“. Habe ich nie gehört. Vielleicht haben es meine Eltern gedacht, aber ich durfte meine Erfahrungen machen. Was hätte es auch genützt? Wenn, dann. Wenn du nicht, dann wirst du schon…Die Bibel erzählt auch so eine Geschichte. Da wartet man förmlich darauf, dass der Vater seinem jüngeren Sohn diesen Satz hinterherruft. Ich hätte es so verstanden. Denn der Sohn verlangt, dass sein Erbe ausgezahlt wird, damit er in die Welt ziehen kann. Ja, das kann nicht gut gehen, denn es hört sich schon heraus, dass er ein Lebemann ist. Partys, Frauen, das Geld verzocken. Der Vater lässt ihn ziehen, ohne etwas hinterherzurufen. Und als der Sohn wieder heimkehrt, als er alles Geld durchgebracht hat, da will der Vater gar nicht hören, was alles war: Hauptsache der Sohn ist zurück. Puh! So viel Liebe. So viel unbedingte Liebe. So ist Gott, sagt Jesus, als er die Geschichte erzählt. Keiner, der das Unglück hinterherruft. Selbst wenn wir freiwillig ins Unglück rennen, wünscht Gott uns noch Glück. Wenn Gott so ist, dann… ja, was dann?
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